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  • Alana

Die eigene Wahrheit

Aktualisiert: 9. Apr 2019

Ich glaube, dass jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat. Die Wahrheit ändert sich durch persönliche Erfahrungen.


Bildquelle: Pixaby/Pok_Rie


Sind wir nicht alle auf der Suche nach unserer eigenen #Wahrheit? Der eine bewusst, der andere unbewusst? Wir alle haben unser Glaubensmuster, dem wir folgen und das wir täglich mit neuen Erfahrungen bereichern oder auch verändern. Machen wir eine neue Erfahrung, passen wir es unserer Wahrheit an. Meistens glauben wir Dingen erst, wenn wir sie erfahren. Du hast sicherlich auch schon die Erfahrung gemacht, dass dir jemand was erzählt hat und du es zwar nachvollziehen kannst, aber es nicht wirklich glauben konntest. Erst nachdem du die gleiche oder ähnliche Erfahrung gemacht hast, konntest du daran auch wirklich glauben, weil du es selbst erfahren hast und die Gefühle spüren konntest. Mir erging es in den Themen mit einem eigenen Kind so. Erst als ich selbst ein Kind hatte, konnte ich wirklich nachvollziehen, was andere damit meinten, rund um die Uhr für ein Kind da zu sein. Oder sich die Nächte um die Ohren zu schlagen. In den Themen Erziehung hatte ich vor meiner Tochter auch eine ganz andere Vorstellung und Meinung.


Wir finden ständig Verbündetet, die ähnlichen Erfahrungen im Leben gemacht haben und wo wir uns auf Anhieb wunderbar verstehen. Hier gibt es Schnittmengen von unseren eigenen Wahrheiten. Und dann gibt es Menschen, die völlig andere Erfahrungen im Leben wie wir gemacht haben und ihre Wahrheit sich somit von unserer Wahrheit unterscheidet. Keiner dieser Wahrheiten ist besser oder schlechter, sie sind nur unterschiedlich.


Keiner dieser Wahrheiten ist besser oder schlechter, sie sind nur unterschiedlich.

Wenn wir Menschen sympathisch finden und wir offen für andere Meinungen sind, dann hören wir ihnen fasziniert zu. Finden wir sie aber unsympathisch, kommt schnell eine innere Ablehnung für diese Menschen auf und sie können sagen was sie möchten, es passt uns nicht. Hier stehen wir uns selbst im Weg. Nun haben wir die Möglichkeit uns zu ärgern, die andere Person umzustimmen, oder zu resignieren und zu denken: „ Mir doch egal, was er/sie sagt. Ich bin da anderer Meinung.“ Oder wir versuchen Vertrauen ins Leben zu bekommen. Zu verstehen, dass es unsere Aufgabe ist, zu lernen andere Meinungen zu akzeptieren. Dann ändert sich unsere innere Haltung dem Menschen gegenüber. Wir müssen nicht seiner Meinung sein, aber wir sollten versuchen, die unterschiedliche Meinung zu akzeptieren. Mir selber hilft dabei immer, dass ich zu mir selber sage, dass es in Ordnung ist, wenn mein Gegenüber eine andere Meinung hat. Wenn wir alle einer Meinung wären, könnten wir von anderen nichts lernen und es wäre ziemlich langweilig. So versuche ich mein Ego zu überstimmen. Zuerst redet man es sich ein, aber irgendwann fühlt man es, wenn man es wirklich verstanden hat. Wenn man verstanden hat, dass die Meinung des Gegenübers genauso seine Berechtigung hat wie die eigene Meinung. Dann entsteht ein wunderbares Gefühl. Ein Gefühl der inneren Zufriedenheit und Akzeptanz. Man muss sein Ego nicht mehr überzeugen, sondern der innere Kommentator ist still geworden und man kann die Meinung des anderen stehen lassen.


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